Viele Menschen, vor allem Frauen leiden unter Verformungendes Großzehenballens und der Zehen. Am häufigsten ist eine schmerzhafte Vorwölbung im Bereich des Großzehengrund-gelenks und des Großzehenballens. Man nennt diese Veränderung einen:
Hallux Valgus
Ist die Statik des Fußes durch eine Absenkung des Längs- und Quergewölbes gestört, kommt es zu zu einer Fehlstellung der Großzehe mit einer schmerzhaften "Beulenbildung" über dem Großzehengrundgelenk. Hier drücken die Schuhe und beulen sich immer mehr aus. Das Abrollen wird hierdurch immer mehr gestört und mit der Zeit entsteht eine Zerstörung des Grundgelenkes durch die Ausbildung einer Arthrose dort.
Im Gefolge dieser Veränderungen kommt es sehr oft auch zur Ausbildung vom Hammerzehen mit Hühneraugen auf der Zehenrückseite.
Abhilfe kann in den meisten Fällen nur durch eine Operation erfolgen, die wir ambulant durchführen. Wir bevorzugen für den "Hallux valgus" meist die Operationsmethode nach Austin / Chevron, wenn das Gelenk noch nicht durch die Arthrose zerstört ist. Bei schlimmeren Fällen führen wir die Methode nach Scarf durch. Dieses Verfahren ermöglicht nach der Operation eine ganz frühe Belastung des operierten Fusses, was für die doch meist älteren Patienten eine deutliche Erleichterung im Vergleich zu anderen Operationsverfahren bedeutet.
Durch eine Absenkung des Vorfußgewölbes entstehen oft neben dem Hallux Hammer- und Krallenzehen mit äußerst schmerzhaften Hühneraugen (Genannt Clavus). Abhilfe schaft eine kleine Operation, die ohne Probleme in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.
Am Ansatz der das Längsgewölbe verspannenden Sehne entsteht der Fersensporn, das ist eine kleine knöcherne Ausziehung am Fersenbein als Ausdruck einer Sehnenansatzentzündung. Meist kann diese Entzündung durch konservative Therapiemaßnahmen geheilt werden. Im Ausnahmefall muß auch hier eine Operation mit Entfernung des Knochensporns erfolgen.
Bei manchen Patienten kommt es zu einer ausgprägten schmerzhaften Ferse am Ansatz der Achillessehne. Wenn entzündungshemmende Medikamente oder auch Kortisoninjektionen keine Abhilfe schaffen muß eine kleine Operation an der Knochenhaut erfolgen, die in den meisten Fällen den Schmerz beseitigt.
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