CHIRURGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS von Dr. med Bernhard Gerber & Dr. med. Daniel Baumgartl
   
       
       

Handchirurgie

Die Handchirurgie ist in den letzten 15 Jahren erheblich weiterentwickelt worden. Neue Operationsverfahren, Technologien und Nachbehandlungsschematas lassen eine differenzierte und spezifische Therapie zu.

Wir legen vor allem in der Handchirurgie einen äußerst großen Wert auf eine sogenannte früh-funktionelle Behandlung. Je kürzer die Finger oder das Handgelenk im Gips ruhiggestellt sind, um so früher ist wieder eine gute Beweglichkeit der Gelenke zu erreichen.

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Manche Menschen leiden unter einem Einschlafen des Daumens, Zeigefingers und Mittelfingers. Sie wachen oft Nachts deswegen auf und haben zum Teil erhebliche Schmerzen.

Hier handelt es sich um eine Einengung des Mittelnerven unter dem Band, das den Daumenballen mit dem Kleinfingerballen verbindet. Diese Erkrankung nennt man Karpaltunnelsyndrom oder kurz KTS.

Der Nervenarzt (Neurologe) kann durch Messung der Nervenleitgeschwindigkeit den Schweregrad genau ermittel und eine Empfehlung aussprechen, ob bereits eine Operation notwendig ist, oder ob konservative Therapien angewendet werden können. Wir besprechen die Befunde mit Ihnen ausführlich und legen die für Sie optimale Therapie fest. Oft führen, falls eine konservative Therapie möglich ist, ruhigstellende Schienen, die nur Nachts getragen werden müssen, zusammen mit entzündungshemmenden Medikamenten zum Erfolg.

Ist jedoch eine Operation unumgänglich, so kann diese mit einem örtlichen Betäubungsverfahren (Leitungsanaesthesie nach Bier) sehr gut ambulant erfolgen. Hierbei wird das Band, das den Daumenballen mit dem Kleinfingerballen verbindet, durchtrennt und der Nerv von seinem Druck befreit.

Was ist eine Dupuytrensche Kontraktur

Bei machen Menschen kommt es zu einer harten und unangenehmen Verdickung der Handinnenfläche mit einer Strangbildung, die mit der Zeit den Finger in eine Beugestellung zieht und eine vollständiges Strecken der Finger verhindert. Diese Erkrankung ist meist erblich bedingt und wird Dupuytrensche Kontraktur genannt.

Am häufigsten sind der Ringfinger und der kleine Finger mit den angrenzenden Hohlhandbereichen betroffen. Da der Prozess langsam immer weiter fortschreitet sollte frühzeitig operiert werden. Je stärker die Beugestellung des betroffenen Fingers ist, um so aufwendiger wird die Operation, da dann auch komplizierte Verfahren notwendig werden, um die zur Streckung notwendige Haut, die sich durch die Erkrankung erheblich verkürzt, wieder zu gewinnen.

Der "schnellende Finger" oder "Schnackelfinger"

Manchmal kommt es zum Auftreten eines schmerzhaften "Schnackeln" eines Fingers beim Beugen und Strecken. Der Hauptschmerz liegt meist in der Nähe des Fingergrundgelenkes ihn der Hohlhand. Ursache hierfür ist eine entzündliche Sehnenschwellung, die dann nicht mehr ohne weiteres dur das sogenannte Ringband passt. Dieses Ringband bildet über die Sehne einen Tunnel, durch den die Sehnen gleiten muß. wird die Sehne durch eine Schwellung dicker, passt sie nicht mehr ganz durch und es kommt beim Durchrutschen zu einem "Schnackeln".

Knochenbrüche der Hand

Knochenbrüche im Bereich der Hand müssen genau analysiert werden, da bei starker Verschiebung oder Drehfehler ein eine erhebliche Funktionsstörung droht.

Bei jedem Bruch muss daher individuell je nach Lokalisation, Anzahl der gebrochenen Knochen, Bruchtyp, Drehfehler oder Verschiebung und nach den persönlichen Bedürfnissen des Verletzten die beste Therapie, also operativ oder konservativ, entwickelt werden.

   
   
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