Unfälle sind häufig und können so jeden Körperteil betreffen. Es bewahrheitet sich hierbei oft der Spruch: "besser einmal zuviel zum Doktor als einmal zu wenig". Immer wieder machen therapiebedürftige Verletzungen wenig Symptome, so daß eine späte Versorgung wesentlich aufwendiger und für den Patienten schwieriger ist.
In den meisten Fällen können die Verletzungen konservativ behandelt werden. Die Therapie ist auch bei der konservativen Therapie vielgestaltig und richtet sich nach dem verletzten Körperteil oder der Kombination der Verletzungen, dem Schweregrad, dem Alter und natürlich auch nach den sozialen und persönlichen Belangen des Patienten.
Offene Wunden sollten unbedingt innerhalb von 6 Stunden chirurgisch versorgt werden. Nach dieser Zeit kann eine Wunde wegen der Keimbesiedelung nicht mehr genäht werden.
Bei Sehnenverletzungen gilt auch: so früh, wie möglich versorgen und nähen.
- verschobene Brüche der Finger- und Handknochen
- verschobene Brüche des Handgelenkes und des Unterarmes
- Brüche des Ellenhakens und Speichenköpfchens am Ellbogen
- Schlüsselbeinbrüche (Nur Problembrüche, normalerweise konservativ)
- Kniescheibenbrüche
- Sprunggelenksbrüche (Innenknöchel und Außenknöchel)
- verschobene Brüche des Mittelfußes
- Korrekturoperationen nach fehlgeheilten Brüchen
- Sehnenverletzungen und Rupturen

Eine gute Operation ist ein wichtiger Faktor einer guten Versorgung nach einer Verletzung. Die Nachbehandlung mit ausgewählter Physiotherapie oder Ergotherapie ist aber genauso wichtig. Wir legen einen großen Wert auf eine sogenannte früh-funktionelle Behandlung, das heißt, je früher ein Gelenk bewegt wird, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden Bewegungsstörung. Auch hier spielen die Lokalisation des verletzten Körperteils dem Schweregrad, dem Alter und natürlich auch hier die sozialen und persönlichen Belange des Patienten eine wichtige Rolle.
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